Unser Selbstverständnis:
Wir sind Menschen aus Köln und Umgebung, die sich für eine herrschaftsfreie und gewaltlose Gesellschaft einsetzen. Dabei ist uns durchaus bewusst, dass diese Gesellschaftsform utopisch ist – aber wieso sollten wir etwas anstreben, was nicht unseren Vorstellungen von einer gerechten und freiheitlichen Welt enstspricht?

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Unser Ziel ist eine Gesellschaft des Miteinanders, in der alle Menschen als gleichwertig angesehen werden. Diese kann nur entstehen, wenn jegliche Form von Herrschaft – wie sie z.B. durch Staat, Nation, Religion, Patriarchat oder Eigentum entsteht – überwunden wurde. Wir wollen selbstverwaltete Betriebe, Syndikate und Kommunen: Menschen sollen sich in Gewerkschaften und Kolletiven zusammenschließen, gemeinsam und konsensbasiert entscheiden und das immer möglichst auf der niedrigsten Ebene. Repräsentant*innen sollen direkt wähl- und abwählbar sein und haben die Aufgabe, die Interessen der Gruppe zu vertreten – nicht ihre eigenen. Das Schwierige an dieser Utopie ist, dass die Menschen selbst Verantwortung für sich und ihre Umwelt übernehmen sollen.

Laut einer Oxfam-Studie sollen 2016 1 % der Menschheit im Besitz von mehr als 50 % des Vermögens sein – für uns steht fest: Der Kapitalismus kann nicht das System sein, in dem wir friedlich, gerecht und frei miteinander leben können. Auch der real existierende Staatssozialismus brachte neue Herrschende hervor. Oppositionelle wurden überwacht und verfolgt. Deshalb haben wir uns für die herrschaftsfreie Alternative entschieden: Den libertären partizipativen Sozialismus „von unten“. Teil unserer anarchistischen Lebensweise ist das Eintreten gegen gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit wie Rassismus, Antisemitismus, Islamophobie, Sexismus, Ageismus, Ableismus, Lookismus, Homo- und Transphobie.

Unser Pazifismus bezieht sich auf Menschen und Tiere. Gewalt ist eine extreme Form der Machtausübung und wir möchten in unseren Strukturen die Utopie eines Miteinanders ohne Gewalt leben. Da wir es als falsch bzw. unnötig ansehen, dass Menschen über Tiere herrschen, leben wir größtenteils vegan oder vegetarisch und kämpfen für eine Welt ohne Tiere in Gefangenschaft, Jagd oder andere Formen der Herrschaft über nichtmenschliche Tiere. Ebenso setzen wir uns gegen die Ausbeutung der Natur ein.

Wir sind sehr an Diskussionen mit anderen Menschen interessiert, wollen sie zum Nachdenken anregen und zum Handeln motivieren. Und das gerne mit uns zusammen: Wir möchten uns aktiv weiterbilden – in Lesekreisen, mit Vorträgen und evtl. auch mit Reisen an interessante Orte.

Der Fokus soll jedoch auf Aktivismus liegen: Auf Kundgebungen, Blockaden, bei Haus- oder Waldbesetzungen, Aktionscamps und direkten Aktionen. Dabei setzen wir ausschließlich gewaltfreie Aktionsformen ein.

Ihr seid willkommen.

Weitere Infos gibt’s in unserem Radio-Interview.




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