Solidarität mit den ermordeten Genoss*innen in Suruç/Solidarity with our murdered comrades in Suruc

Kurz vor 19 Uhr erreichten wir das Türkische Generalkonsulat auf der Luxemburger Straße in Hürth. Gemeinsam mit anderen libertären Gruppen entrollten wir Transparente, z.B. „Solidarität mit dem emanzipatorischen Aufbruch – Gegen das PKK-Verbot. Gegen Repression“, „Kein Gott, kein Staat, kein Kalifat“ und „Biji berxwedana Kobane“. Es gab zwei kürzere Redebeiträge über den Anschlag in Suruç/Pirsus. Desweiteren wurden die 32 Namen der Opfer des Anschlags in Suruç auf Pappschilder geschrieben und an das Konsulatsgebäude geklebt.


Bald schon sammelten sich auf der gegenüberliegenden Straßenseite Mitglieder der faschistischen „Grauen Wölfe“. Einzelne Menschen kamen zu uns, fragten uns aus, filmten uns, andere telefonierten.
Daher entschieden wir uns dazu, den Ort zu verlassen – die Grauen Wölfe haben laut Aussagen einer ihrer führenden Kräfte in der Region Köln ein Treffpunktgebäude auf der Luxemburger Straße schräg gegenüber des Konsulatsgebäudes. Zwei Menschen folgten uns noch zur Haltestelle und berichteten ihren Kamerad*innen, was wir vorhaben.


Etwas verärgert über das vorzeitige Ende der Aktion fuhren wir zum Kölner Hauptbahnhof und hielten dort noch spontan eine kurze Kundgebung ab, Alles in allem haben wir wahrscheinlich nicht viele Menschen erreicht und sind zudem auf Videomaterial der Grauen Wölfe – aber uns war es wichtig, Solidarität zu zeigen und dem Aufruf der Anarşi İnisiyatifi aus der Türkei zu folgen.
Hoch die antinationale Solidarität!

Unser Redebeitrag.

ENGLISH
Short report on our solidarity protest action in front of the turkish consulate in Hürth nearby Cologne:

At 7. p.m. we arrived at the Turkish Consulate in Hürth. Together with other leftist groups we unfurled banners saying „Solidarity with the emancipatory revolution – against the prohibition of PKK, against repression“, “ No god, no state, no caliphate“ and „Biji berxwedana Rojava“. There were two short speeches about the suicide bombing in Suruç/Pirsus and the situation in Kurdistan/Turkey. On top of that, we wrote the 32 names of the murdered comrades on cardboards and fastened them at the consulate building.
Soon, some people gathered on the other side of the road – members of the fascist „grey wolves“. Some of them came to us, asked us and filmed us – some others were calling other people.
So we decided to leave the location – the grey wolves have an assembly hall not far from the consulate. Two people followed us to the station reporting on our actions to their comrades.

A little bit angry about the early end, we went to Cologne main station and protested there for several minutes by holding our speech again. All in all we probably didn‘t reach a lot of people and on top of that our faces are on video footage of the grey wolves – but for us it was important to show solidarity and follow the initiative call from Anarşi İnisiyatifi.
Long live antinational solidarity!

Our speach.





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